Donnerstag, 17. August 2017

TdS-P1 letzte Etappe: Ste Croix nach Lausanne

Nach dem feinen Zmorgen in unserem Hotel de France spazierten wir in Ste Croix umher. Wir fanden auch einen Beck mit feinen Sachen zur Zwischenverpflegung.

Auf den Velos konnten wir endlich die Früchte der vergangenen Aufstiege geniessen: Etwa 500hm Schussfahrt :) Raphaela hatte sogar noch kurz die Zeit eine Gemse neben der Strasse zu beäugen.


Der Blick von unten hinauf auf das rechts liegende Waadtländer Hochjura. Dort waren wir seit dem Kanton Jura auf Höhen zwischen 800 und fast 1400 Meter unterwegs.

Das Kloster Romainmôtier lud zu einem kleinen Abstecher an der Route ein. Es ist eines der ältesten Gebäude der Schweiz im romanischen Stil.


Je näher wir an Lausanne heran fuhren, desto mehr Reben säumten die Strassen: Wir hatten das Gefühl an allen möglichen und unmöglichen Stellen.


Es wurde die längste Etappe unserer Reise. Raphaela war froh als wir um 18h im Hotel angekommen sind.

Morgen werden wir das Frühstück von der Dachterrasse über Lausanne geniessen. Dann haben wir noch ein paar Stunden Zeit bis um 16h der Zug Richtung Zürich Flughafen losfährt.

71km, 731hm (487,50 und 5)

Mittwoch, 16. August 2017

TdS-P1 Travers nach Ste Croix (7.5)

Wir waren beide froh, als wir nach einem einfachen und tollen Frühstück wieder auf unsere Velos konnten. (apropos es war das Bnb Montcalm)
Einerseits hat uns unser Gastgeber schön mit französisch gefordert und andererseits haben wir bemerkt, dass wir uns auf den Velos schmerzfreier bewegen konnten. Muskelkater lässt grüssen.

Aber schon nach wenigen Kilometern machen wir wieder halt. Die Station hiess: Maison de l'Absinthe in Môtiers. Wir zeigten uns sehr interessiert. Vor allem an der nach dem Rundgang folgenden Degustation. Die Apothekerin war begeistert von all den verschiedenen Kräutern, die im Absinth enthalten sind und der IT Fachmann am Gehalt des Destilats.



Beschwingt ging die Fahrt kurz nach Mittag weiter den nächsten Pass hinauf. Wir beschlossen im Restaurant Post in la Côte-Aux-Fées etwas zu essen. Da gab es aber nur Zweifel Chips und sonst gar nichts. Kurzerhand packten wir unseren Notvorrat aus und bestellten dazu Panache. Etwas sauer ging es bergab, bergauf, bergab und bergauf bis wir im wunderschönen Ste  Croix im Hotel la France (kann man nur empfehlen: Altes Hotel mit Stil, renoviert und feine Küche) angekommen sind. Wir sind gerade beim Znacht essen


und haben bereits den Absinth bestellt.



 Daher kommt der Blog etwas früher als sonst. 

33.5km 590hm (7.5 nur teilweise)

Dienstag, 15. August 2017

TdS-P1 Ruhetag ...

Am 5. Tag legten wir einen Ruhetag ein zwecks
Schonen der Kräfte und Entlastung der Sitzfläche.

Wie sieht so ein Ruhetag aus?

Man isst um 7.15 Uhr Frühstück, geht anschliessend zügig auf den Zug, fährt 1 Station weiter und beginnt eine tagesfüllende Wanderung vorbei an der Areuse Schlucht mit der alten Brücke dann hinauf zum Creux de Van. Für alle, die nicht gerade nach Norwegen wollen um dort den Preikestolen zu besteigen, können sehr gut in der Schweiz bleiben und im Jura den Grand Canyon begehen. Es war eine tolle Wanderung mit super Aussicht und feinen Rastplätzen. Aber beim Abstieg wurden wir dann immer schneller. Nicht weil wir es eilig hatten, sondern weil wir den Bahnhof erreichen wollten, bevor unsere Kräfte versiegten.
Glücklich und sichtlich bewegt kamen wir bei unserer Unterkunft an, wuschen die Wäsche und waren dann aber zu müde, um wieder auf den Zug zu eilen um Nachtessen zu gehen. Wir blieben im Zimmer, assen was wir noch hatten und schrieben den Blogg. Und gehen nun zu Bett. Es ist mittlerweile 22.55  Uhr. So geht das!

Wie aus dem Märchenbuch... 





TdS-P1 Le Bémont - La Chaux de Fonds - Travers (7.3 + 7.4)

Le Bémont nach La Chaux de Fonds (7.3)

Da in Saignelegier wegen dem Concour einige wichtige Strassen gesperrt waren, mussten wir unseren Weg neu suchen. Doch dann kamen wir recht gut voran. Zumindest solange, bis wir den Aufstieg zum Mont Soleil unter unseren Pedalen spürten. Da half nicht langes Rechnen, welcher Aufstieg von allen nun der Steilste gewesen war. Allein Muskelkraft und Schnauf waren gefordert. Doch oben angekommen, war schon fast wieder alles vergessen.
Der grössere Hunger begann sich zu melden und gerade rechtzeitig kam dieses wunderbare Restaurant an unserem Weg vorbei. Wir wollten uns lieber auf die Terrasse setzen - man riecht nicht immer wirklich frisch nach einem Bergpreis - jedoch wurde das Essen nur drinnen serviert. Uns konnte es recht sein.
Frisch gestärkt nahmen wir die letzten Kilometer unter die Räder und beschwingt ging es nach La-Chaux-de-Fonds.

Unser Hotel in La-Chaux-Fonds war sehr zentral gelegen. Und auch innen war es schmuck und gemütlich. Allerdings hätte ich mich nach der Fassade nicht für diese Unterkunft entschieden. Nach dem Bezug des Zimmers, nach einer Dusche und nach dem obligaten Wäschewaschen machten wir uns auf den Weg  zu Fuss durch die Strassen unserem Schlummertrunk entgegen. 


Wenn Kalorien verbraucht werden dann darf man auch mal deftig essen :)

Und die Wäsche muss noch trocken werden...

39.5km 664hm (7.3)


Weiter nach Travers (7.4)

Dann war da diese leichte Etappe angesagt. Das Problem war nur, dass die Muskeln doch schon am morgen müde waren und das Sitzleder zu Wünschen übrig liess. So wurde auch jeder nur so kleine Aufstieg wahrgenommen und gebührend dokumentiert und begossen. Auch so kann man einen kurzen Weg lange geniessen. Doch hier kam das Gute zum Schluss. Eine wirklich lange und schon fast zu steile Abfahrt begann. Die Bremsen begannen förmlich zu glühen. Was uns zusätzlich noch zu Schwung verholfen hat, war eine dicke fette Gewitterwolke über uns.
Aber man soll sich nicht zu früh freuen. Unsere Unterkunft lag wieder einmal über dem Talniveau. Und falls man nicht noch etwas Kraft besessen hätte, hätte einem dieser letzte Aufstieg den Rest gegeben. Dafür bleiben wir hier 2 Nächte, denn es gibt Morgen etwas zu erkunden. 


Schöne Jura Landschaft, auch wenn im Neuenburg :)

34km 490hm (7.4)

Sonntag, 13. August 2017

TdS-P1 Mega Etappe (7.2)

Heute versuchen wir ein wenig aufzuholen. Die Distanz wurde nicht zur Herausforderung, aber die Höhemeter... Es wurden schliesslich 1'300 hm; neuer Rekord für Raphaela und mich.
Aber es hat schon komisch angefangen: Wir fahren ja auf der nationalen Route 7, die überquert aber X-Mal die Grenze und man fährt immer wieder in Frankreich.


In Courgenay mussten wir natürlich nachschauen wo die Gilberte für die 300'000 Soldaten serviert hat :)
Der erste Bergpreis folgte: Col de la Croix.



Durch das schmucke Dörfchen Saint-Ursanne führt die Strecke weiter. Da wurde und wird kräftig renoviert:


Gleich nach dem Dorf steigt es an zum zweiten Bergpreis Ban Dessus, von 450 auf fast 1'000m. Irgendwo dazwischen verspeisen wir die Köstlichkeiten welche wir bei einem speziellen Beck gekauft haben.

Dann zieht es sich noch recht in die Länge. Was es auch nicht einfacher macht: Wir erfahren durch Zufall von Reiter unterwegs, dass am Zielort Saignelégier ein Reitspring Turnier stattfindet. Mit Müh und Not finden wir in einer Jugendherberge in Le Bémont 2 Betten in einem 13er Schlag...

52km, 1'300hm 7.2

2017: Tour de Suisse Part 1 - Start in Basel (7.1)

Mir schwebte schon lange vor einmal für mich (natürlich mit Raphaela) die Tour de Suisse unter die Veloräder zu nehmen. Grundsätzlich bin ich in meinem doch nicht so kurzen Leben schon in allen Kantonen gewesen, sei dies als Schüler, mit dem Auto oder mit dem Motorrad.
Den Teil der Schweiz welchen ich am wenigsten kenne ist der Jura. Und als wir mit den Velos ins Elsass fuhren, haben wir den Teil bis Basel ja schon kennen gelernt. Also haben wir am Sonntag bis Basel den Zug genommen und haben die nationale Velo Route 7 (Jura Route http://www.veloland.ch/de/routen/route-07.html )  als Ziel mit der Option weiter ins Rhonetal zu fahren.

Von Basel aus erreichten wir nicht das 1. Etappenziel Courgenay; das Wetter war ruppig und 12 Grad kühl. Es regnete wohl nicht oft, aber doch einmal so heftig dass wir untergestanden sind. Dann fuhren wir im Nieselregen wieder weiter.
Kloster Mariastein, ein bekannter  Wallfahrtsort der Schweiz, war neu für uns. Wir besuchten die unterirdische "Gnadenkapelle" und die Basilika.


Um zu übernachten suchten wir uns die Neumühle am Eck von Baselland, Jura und Frankrich aus. En schönes altes Haus, aber toll und herzlich eingerichtet.


37km, 650 Höhenmeter (Teil von Etappe 7-1)